Satomi nickt und ich Lächeln verblasst etwas, als sie sich erinnert. Ja, das war ich. Das war auch der Grund, weswegen ich verbannt wurde, eigentlich. Ich habe meine Kräfte benutzt um meinen Bruder zu schützen.
Satomi lächelt, denn sie hatte sich das schließlich schon die ganze Zeit gedacht und sie findet es lustig, dass Kyo so überrascht wirkt. Früher hat niemand von uns eine Familie und jetzt bekommt jeder gleich zwei Geschwister.
Satomi nickt einfach nur nachdenklich. Sie fragt sich, warum der Shogun einen solchen befehl gegeben hat, denn eigentlich hatte die Frau ja nichts getan, dass im Unrecht lag. Sagen tut sie zwar nichts mehr, doch sie denkt etwas, damit Muramasa es nur hören kann. Kannst du ihm irgendwie beibringen das ich und Kyo mit ihm verwandt sind? Ich krieg das eh nicht hin.
Auf Satomis Lippen stielt sich für einen kurzen Moment ebenfalls ein schwaches und erschöpftes Lächeln, weil sie sich freut, einen Ort gefunden zu haben, wo sie wenigstens für eine Weile bleiben kann und bei dem sie auch Willkommen ist. Sie freut sich, dass mal jemand keine Angst vor ihr hat, nur weil sie so anders aussieht, als die meisten anderen und weil sie meisten anderen eben Angst vor ihren roten Augen haben. Als der blonde Mann ihr aufhilft, zieht Satomi kurz scharf die Luft ein, weil sie die Schmerzen nur noch mehr zu spüren bekommt, doch sie konzentriert sich nun einfach auf die Stimme des Mannes, der sich als Muramasa... Mibu vorgestellt hat. Jemand, aus ihrer Familie? Freut mich ebenfalls... Satomi lässt sich einfach von Muramasa helfen und setzt immer nur vorsichtig einen Fuß nach dem anderen, weil sie sich einfach kaum noch oben halten kann. Das was Muramasa dann allerdings sagt, als er mit ihr wieder bei den anderen beiden Männern ist verwirrt sie im ersten Moment erst etwas. Wie konnte er denn spüren, dass sie mit diesem anderen Mann verwandt war, oder besser auch noch seine Schwester war? War das vielleicht seine Fähigkeit, so wie sie auch ihre hatte? Aber noch viel mehr interessierte sie es nun, dass sie vielleicht sogar einen älteren Bruder hatte. Sie wusste, dass sie Geschwister hatte, aber sie konnte sich an nicht mehr vieles aus ihrer Kindheit erinnern, schließlich hatte man sie schon recht früh verstoßen, weil sie ihre Kräfte für jemanden eingesetzt hatte, um ihn zu beschützen, nur sie wusste nicht mehr im Geringsten, wer das gewesen war. Als Muramasa sie jedoch wieder anblickt, reißt sich die Schwarzhaarige von ihren Gedanken los und schaut ihn ebenfalls an. Gut zu wissen... Aber ist das nicht manchmal... wie soll ich sagen... nervig zu wissen was andere denken? Dann hat man doch nicht eine Sekunde seine Ruhe? Oder nicht? Die junge Frau war neugierig und das schon seit ihrer Geburt und dazu stand sie eben auch. Als schließlich der Mann, der ihr zum verwechseln ähnlich sieht, dass Wort ergreift schaut sie ihn an. Sie kann wirklich nicht verleugnen, dass sie mit ihm verwandt sein könnte und irgendwie freut es sie auch, einen großen Bruder zu haben. Ich heiße Satomi, freut mich ebenfalls dich kennen zu lernen, Onii-San.
Yukimura grinste einfach nur vor sich hin, denn auch wenn Kyo nichts mehr auf seine Worte sagte, so wusste der Dunkelhaarige dass den Rotäugigen das Wort 'herzallerliebst' wohl ganz schön geärgert hatte. Kurz öffnet Yukimura wieder die Sake Flasche die er immer dabei hat und gönnt sich einen Schluck, auch wenn er immer wieder von Sasuke oder Saizo zu hören bekommt, dass ihn das irgendwann kaputt machen wird, aber Yukimura glaubt da auch nicht so wirklich dran, schließlich mag er Sake dazu viel zu sehr. Außerdem stürzt ihn das ja nicht in den Abgrund und er trinkt ja auch nicht um irgendwas zu verdrängen. Als Muramasa mit der jungen Frau zu ihm und Kyo kommt, packt der Dunkelhaarige die Sake Flasche wieder weg und lächelt die Schwarzhaarige freundlich an. Sagen tut der Krieger erst einmal nichts weiter dazu, weil das ja schließlich eigentlich eine Sache zwischen Kyo und ihr ist.
Als der blonde Mann, vorsichtig mit seinen Fingern über die Ränder der Wunde fährt, zuckt Satomi unwillkürlich zurück, denn schon diese leichte Berührung bereitet ihr Schmerzen. Trotzdem spürt sie auch, wie sie sich langsam etwas beruhigt, auch wenn sie noch nicht ganz weiß warum. Ihr Atem geht nun etwas ruhiger, weil auch sie selber etwas ruhiger geworden ist, auch wenn die Schmerzen ihr immer noch zu schaffen machen. Auf die Worte des Mannes nickt sie kurz. Mach... ich.... Oder zumindest versuche ich es, soweit ich kann... Als Satomi spürt, wie der Mann langsam beginnt die Kugeln aus der Wunde zu entfernen, entfährt ihr ein ersticktes Keuchen und sie beißt augenblicklich die Zähne zusammen. Bis zu diesem Augenblick hatte sie nicht gedacht, dass die Schmerzen noch schlimmer hätten werden können, aber nun hatte man sie vom Gegenteil überzeugt. Die Schwarzhaarige beißt einfach weiterhin die Zähen zusammen und kneift auch für den Moment die Augen zusammen. Sie versucht zumindest ruhig zu bleiben und nicht aus Reflex zurück zucken, was ihr auch eigentlich sehr gut gelinkt. Sie atmet kurz auf, als der Mann die Kugel entfernt hat und die Wunde nur noch provisorisch verbindet. Die Rotäugige merkt, dass sie Schmerzen nun langsam etwas schwächer werden und dafür ist sie dankbar. Nach einem kurzen Moment, öffnet sie auch wieder die Augen und sieht den Mann erschöpft, aber auch dankbar an. Auf seine Worte hin, wirkt sie kurz nachdenklich aber sie nickt, schwach lächelnd, denn sonst hätte sie ja keinen Ort an den sie zurück könnte. Danke sehr... Ich würde gerne mit kommen.... Im Gegensatz zu dem blonden Mann, hat Satomi die Worte des anderen nicht gehört, aber grade kümmert es sie auch nicht.
Das Yukimura recht haben könnte, überraschte den Dunkelhaarigen nicht weiter, schließlich sah er wie sehr diese Frau Kyo ähnlich sah und das eine Verwandschaft nicht ausgeschlossen war wusste er ebenfalls genau so gut. Dass Kyo ihm allerdings zustimmte, überraschte ihn dann doch etwas, doch im Augenblick lag sein Blick wieder auf der Frau, die er kurz musterte. Die selben Augen... Die selben Haare... Wüsste ich es nicht besser, würde ich wirklich sagen sie ist deine Schwester, Kyo. Das gewohnt schelmische Lächeln zaubert sich wieder auf die Lippen des Dunkelhaarigen und er sieht zu Kyo. Wirklich herzallerliebst, unser Kyo hat eine kleine... oder große Schwester... wer weiß?
Noch als Monster, haben sie die beiden schweren Wunden an ihrem Bauch kein Bisschen gestört, sie hat sie höchsten als leichtes Kribbeln wahr genommen, aber nun machen ihr die Schmerzen wirklich zu schaffen und das sieht man ihr an. Da ist es auch kein Wunder, dass Satomi schon nach kurzer Zeit, nachdem sie wieder zu einem Menschen geworden ist zusammen bricht und sie ihre Arme um den Bauch geschlungen hält. Sie hält die Augen, einfach wegen den Schmerzen geschlossen und versucht wenigstens ruhig zu atmen, und so ihren Herzschlag zu verlangsamen, aber weder das eine, noch das andere will ihr Gelingen. Die Schmerzen ziehen einfach ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich und machen so auch ihre Konzentration zu nichte. Obwohl sie sich kaum auf ihre Umgebung konzentriert, hört sie wie der blonde Mann, der ihr geholfen hat, wieder sie selbst zu werden, näher kommt und ihre Arme von der Wunde weg zieht. Sie nickt einfach nur kurz und zittrig, obwohl sie schon Probleme hat überhaupt aufrecht sitzen zu bleiben, damit man die Wunde sieht. Warum mussten diese Einwohner mich auch anschießen.... Dann wäre das alles auch nie passiert.... Die beiden anderen Männer nimmt die Schwarzhaarigen im Augenblick nicht einmal wahr, und sie denkt auch nicht an sie, denn als Bestie hat sie sie ja schon gesehen gehabt.
Yukimura schüttelt nach einer Weile den Kopf und macht einen Schritt zu Kyo und sieht ihn fragend und immer noch etwas überrascht an. Er schaut kurz von Kyo, wieder zu dem Mädchen und zurück. Die Ähnlichkeit von euch beiden ist wirklich verblüffend... Kann es nicht noch sein, dass du noch ne Schwester hast? Wenn ja, denke ich mal wir haben sie gefunden... Yukimura fährt sich kurz mit einer Hand durch die Haare und schaut wieder zu Muramasa und der Frau.
Satomi bleibt stehen und ihre Augen verengen sich etwas, als der blonde Mann auf sie zu kommt. Sie knurrt wieder, dieses Mal warnend, weil der Teil in ihr, der nicht töten will, wieder die Überhand bekommt. Trotzdem will sie ihn warnen, dass er nicht näher kommen soll. Die Bestie lauscht den Worten des Mannes, mit einer Stimme die sie zu vor noch nie vernommen hatte. Nicht mit so einem Tonfall. Die Kreatur macht wieder zwei Schritte auf den Mann zu und erhebt die Klaue, um zu zuschlagen, doch der Arm verweilt direkt über dem Kopf des Mannes. Nein, ich will nicht mehr töten... Nicht unschuldige... Das bin nicht ich... Die Bestie brüllt auf, als sich Satomi gegen sich selber zur Wehr stellt und so langsam nimmt sie wieder ihre vertrauten, menschlichen Züge. Als sie Schwarzhaarige wieder ganz sie selber ist, lächelt sie gequält. Dan....ke.... Kurz nachdem sie das Wort, noch heraus pressen konnte, bricht sie keuchend zusammen und hält sich die Arme um den Bauch, und um die beiden Einschusslöcher, geschlungen. Die Schmerzen drohen ihr einfach wieder das Bewusstsein zu rauben.
Yukimura hatte einen Moment wirklich Angst um Muramasa, als die Kreatur zuschlagen wollte, aber als er sieht, wie sie wieder menschliche Züge annimmt, so wie Kyo damals, atmet er kurz erleichtert aus, doch im nächsten Moment wirkt er etwas überrascht, weil die Frau, die unter dieser Bestie zum Vorscheinen kommt, Kyo so verblüffend ähnlich sieht.
Die Kreatur bleibt stehen und sieht zu den dreien, die das Dorf betreten haben. Sie ignoriert die panisch kreischenden Dorfbewohner, doch einem reist sie einfach so, mühelos den Kopf mit der Klaue ab. Aus ihrer Kehle kommt ein wütendes Knurren und sie macht einige Schritte auf die drei zu. Sie will sie alle samt töten, nur damit sie das warme Blut sehen kann, dass sie so sehr liebt. Nein... Doch, noch immer kämpft ein geringer Teil in ihr gegen diese Bestie, obwohl sie den Verstand schon fast verloren hat, und sie nicht mehr wirklich weiß, wer sie überhaupt ist.
Yukimura bleibt ruhig neben Kyo und Muramasa stehen und beobachtet den Dämon. Er weiß wirklich nicht, warum er überhaupt mit gekommen ist, denn er weiß ja, dass er nichts ausrichten können wird. Das durfte er ja schon einmal bei Kyo erleben, dass er da einfach nicht stark genug für ist.
Satomi, die Schwarzhaarige Mibu, hatte inzwischen völlig den Verstand verloren und sich dem Dämon in ihr hingeben, welcher nun jede einzelne Person Angriff, die in diesem kleinen Dorf lebte und sie sich ihr in den Weg stellen wollte. Sie hatte einfach keine Kontrolle mehr über sich.